Justine Electra
»Soft Rock«
Text:
Sonja Eismann
Als hätte man es nicht geahnt: Die besten Namen geben die Eltern. Denn Justine Electra heißt – unter anderem – wirklich so. Justine Carla Electra Beatty. Und was man noch irgendwie geahnt hat, ohne es sich eingestehen zu wollen, weil es so banal besserwisserisch klingt: Die beste Musik ist letztlich die, die sich klaren Kategorisierungen verweigert. Weil man zu ihr nicht sagen kann “Das ist jetzt aber eine gute R’n’B-Platte oder eine schlechte R’n’B-Platte” und die eigentlichen Punkte auf die schon vorhandenen Punkte des Genres nicht draufzählen darf. Sondern weil man immer bei 0 anfängt und fragt: Was ist das überhaupt für eine Platte? Wo kann die im gegebenen Rahmen existieren? Und weil sie das eben nicht kann, da auf ihr Sachen passieren, die eigentlich so nicht vorkommen oder kombiniert werden dürfen, wird mit jeder dieser raren Platten der saturierte Fokus der Musikbetrachtung in eine neue Form geboxt.
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