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P.R. Kantate

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Text: Joachim Schaake

Dancehall, Elektro, Öko-Pop – P.R. Kantate mischt virtuos die Stile, ist aber letztlich doch nur der Dieter Hallervorden der Reggae-Musik. Im Prinzip ist ja nichts dagegen einzuwenden, wenn sich jemand dem Style-Diktat entzieht, und das auch noch durchaus musikalisch macht, sodass man bei einigen Roots-Reggae-Nummern nicht anders kann, als mitzuwippen, nur um dann einen Track später von einer Schrammelgitarre gestoppt zu werden. An der folkloristischen Systemkritik lässt sich auch nicht so wirklich was beanstanden. Man kann P.R. Kantate noch nicht einmal vorwerfen, er beschäftige sich nicht ernst genug mit Reggae, also quasi der Sunshine-Reggae-Vorwurf.

Doch der Kreuzberger Künstler berlinert sich derart penetrant betulich durch sein buntes Soundpotpourri, dass man ähnlich peinlich berührt ist wie beim versehentlichen Reinzappen in die 1000. Wiederholung von “Nonstop Nonsens” im Dritten. Da muss nicht erst Jan Delay als Begründung herbeigeholt werden, um zu sagen: och nö, bitte nicht.



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