BEWERTEN
 

Eleventh Dream Day

»Zeroes And Ones«

Text: Jürgen Dobelmann

Als ausgesprochener US-Nerdrock-Skeptiker mit nahezu einem Vierteljahrhundert Attitüden-Verhärtung vermag ich trotz parenthetischer Unterjubelung Kritik-resistenter Bandnamen wie Tortoise und Freakwater meine Serotonin-Ausschüttung problemlos auf Niedrigniveau zu verorten. Neun Alben haben Janet Beveridge Bean, Douglas McCombs, Rick Rizzo und Mark Greenberg als Eleventh Dream Day seit 1987 bereits unters Volk gebracht, ohne dass es auch nur einem der Songs ihres mutmaßlich hochspektakulären Oeuvres gelungen wäre, ins Tracklisting eines persönlichen Compilation-Tapes zu flutschen oder gar die Tonträger-Kollektion irgendeines mir nahe stehenden Musikfreunds in nachweisbaren Dosen zu infiltrieren.

Was soll ich sagen? Sechs Jahre hat sich das Chicagoer Kultensemble Zeit gelassen, um seinem 2000er-Album “Stalled Parade” einen Follow-up zu gönnen. Mal sixty-fitzelig, mal brummig-fuzzy weiß das Quartett auf “Zeroes And Ones” zwar regelmäßig mit gewiefter Akkord-Akrobatik nebst dazugehörigem Handwerk zu betören, verlässt sich letzten Endes allerdings im Zweifelsfall zu gerne auf die durch jahrelangen Neil-Young- und Velvet-Underground-Konsum schöngehörten Traditions-Gebrauchsmuster der Sechzigerjahre. Eine Sechs-Sterne-Review klingt vermutlich anders.



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 

Platten der Woche

Platten der Woche

Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick! [...mehr]

 

Spalter: Platte und Film des Monats

Spalter: Platte und Film des Monats

Das Intro-Streitgespräch: Jeden Monat eine neue Platte, ein neuer Film und unterschiedliche Meinungen. [...mehr]