BEWERTEN
 

Mob

»We All Repeat The Past«

[Tumbleweed / Al!ve / VÖ: 07.04.2006 ]

Text: Sascha Seiler, Sascha Seiler

Mist
Bye Bye

(Astro)

Das Warten aufs neue Placebo-Album hat zwar ein Ende, jedoch kann es nicht schaden, sich dennoch das dritte Album von Mob zuzulegen. Das zweite Album der Band wurde 2002 in diesem Magazin mit der Musik Mogwais verglichen; diese Indie-Wall-of-Sound-Ästhetik haben Mob auch auf "We All Repeat The Past" beibehalten, doch sind hier die Referenzen ganz klar beim eingangs erwähnten Trio zu finden. Man schafft es mehr als noch auf den Vorgängeralben, diese verletzliche Brutalität, diese schmutzige Sentimentalität eines Brian Molko in die monumentalen Songkonstrukte zu integrieren, sodass diese Platte durchaus Menschen ans Herz gelegt werden kann, denen bei Mogwai der Gesang und bei Placebo der Druck fehlt.

Klingt jetzt vielleicht ein wenig nach mangelnder Originalität, ist aber in dieser Form recht interessant gemacht.

Anders bei Mist, einer Band aus Holland mit gelegentlich zündenden Ideen, die aber in einem Meer aus Süßholzgeraspel und den einschmeichelnden Vocals regelmäßig untergehen. Man merkt, wie viel Potenzial in diesen Songs steckt, doch der Sänger scheint so nett zu sein, dass die emotionale Zerrissenheit, die Text und Musik ja schon irgendwie innewohnt, gar nicht mehr rüberkommt. Alles in allem die vielleicht besseren Kompositionen als bei Mob, aber in einer arg mediokren Umsetzung, leider.







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