BEWERTEN
 

The Concretes

»In Colour«

[Labels / Emi / VÖ: 17.03.2006 ]

Text: Jasmin Lütz, Jasmin Lütz

Schwedischer Wintersonnen-Folk, dessen Tristesse manchmal zu träge durch die Seelenlandschaft trieft. Drei schwedische Mädchen gingen 1995 hinaus, um heilsame Melodien in die weite Welt zu tragen. Popmusik für angeknackste Trauerklöße im casual 60s-Kleid. Geschlagene zehn Jahre darauf sorgten sie mit reichlich internem Jungs-Zuwachs und ihrem gleichnamigen Debüt \"The Concretes\" für positive Schlagzeilen. Da wurde von Musik gesprochen, die gebrochene Herzen heilt. Wunderbare Melancholie zwischen Trauer und Euphorie. Ein Jahr später und pünktlich zur hoffentlich bald endenden Winter-Depression erscheint mit \"In Colour\" das reguläre zweite Album der achtköpfigen Band aus Schweden, und die Tristesse trieft weiter durch die Country-Pop-Prärie.

Für meinen Geschmack ein wenig zu träge. Dabei ist ja alles am Start, was man so braucht (oder auch nicht): Melancholie (\"Tomorrow\"), krautrockige Lied-Outros (\"Fiction\"), Duett (mit Romeo Stodart von den Magic Numbers), Gitarrensoli (\"A Way Of Life\") und Fröhlichkeit (\"Ohh Lala\"). Liebhaber der Wings, von Dusty Springfield und sonstigen Powerwomen mit Hut können in jedem Fall vor diesen zwölf Songs auf die Knie fallen. Andere nehmen es gelassener und hören dem verkifften Roadtrip geduldig zu.



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