BEWERTEN
 

Kate Mosh

»Breakfast Epiphanies«

[Nois-o-lution / Indigo / VÖ: 07.04.2006 ]

Text: Karsten Nölle, Karsten Nölle

Es gibt Alben, bei denen beim ersten Hören schon feststeht, dass sie einen laaaange begleiten werden. Und ein solches ist Kate Mosh hiermit gelungen. Das Rezept stellt dabei keine Hexerei dar: Es handelt sich um Indierock mit noisigen Ausbrüchen und wunderbaren Melodien. Könnte es doch jeder so leicht hinkriegen ... Mit dabei wieder: die vorwitzigen Wortspiele sowie die Konzentriertheit der Musik. (Wahl-) Berlin meint es eben ernst. Schließlich geht es ja auch um alles, also \"love and music\", wie es in \"Inflammable = Flammable\" verkündet wird. Emotionen werden in raffinierte Tracks verpackt, denen man höchstens vorwerfen könnte, dass sie zu schnell wieder vorbei sind.

Also Kopflichter eingeschaltet und die abgewetzten, aber zum Tanzen so bequemen Turnschuhe angezogen. Denn im Gegensatz zum Vorgängeralbum sind diesmal mehr Synthesizer dabei, die das Ganze sehr bewegungsfreundlich gestalten - wie es sich auf den jüngsten Konzerten der Band auch gut beobachten ließ. Überhaupt, wie gut die neuen Songs auch live funktionieren in ihrer kühnen, impulsiven Art, wenn sie ausbrechen und wieder in sich kehren - das verträgt sich bestens mit den Schweißperlen auf unserer Stirn. Kein Zweifel, Kate Mosh sind ein Licht in der Dunkelheit der Nacht, ein Glitzern in der Ferne, das sich als Diskokugel entpuppt. Und nebenbei: Nur in den letzten 20 Sekunden des Albums klingen sie so, wie ihr Name es suggeriert. Denn zum Finale wird noch mal kurzfristig das referenzhöllige Metal-Inferno ausgepackt.



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