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Belasco

»Something Between Us«

[Supermusic / VÖ: 17.03.2006 ]

Text: Viola Korn, Viola Korn

Belasco wären eigentlich mal dran. Dran damit, Aufmerksamkeit über die eigene immer wieder hocherfreute Nische hinaus zu erzeugen. Warum sie es sich mit dem Cover-Artwork zu \"Something Between Us\" aber gleich wieder so schwer machen, bleibt wohl ihr Geheimnis. Das sieht nämlich nicht nur hässlich aus (was ja viele Cover tun), nein, es sieht leider auch brüllend uncool aus. Was natürlich im dauercoolen Musikgeschäft schon eher ein Stigma darstellt. Nun sei es, wie es sein mag, Hauptsache ist ja, dass einem die elf Stücke dann umso besser reinlaufen. Belasco bringen auch 2006 das Kunststück fertig, fast schon New-Model-Army'haften Pathos mit sehnsüchtigen Pop-Songs zu vermischen.

Da werden Vokale gedehnt, da werden Gitarrenakkorde \"stehen gelassen\", als gäbe es kein Morgen. Neben dem Eröffnungs-Up-Tempo-Track \"Chloroform\", der nicht wenig an Placebo erinnert, findet sich der richtige Hit dann spätestens bei Song Nummer drei mit \"15 Seconds\". Das Beste der Neunziger (bezogen auf Post-Grunge-Hooklines) und das Beste von Pop allgemein gehen hier auf in einem herausragenden Stück. Kommando: Cover wegwerfen, Platte hören.



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