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Ja, Panik

»Ja, Panik«

[Tenstaag / Cargo / VÖ: 24.03.2006 ]

Text: Thomas Markus, Thomas Markus

Ja, Panik - JETZT! Und alle machen mit. Aber wirklich anlässlich der Debüt-Platte des österreichischen Jungspund-Trios gleichen Namens? Mal sehen. Sie wollen auf die Tanzfläche locken, so viel verrät ihre Homepage. Entschuldigung: \"Hausseite\", wie sie von der Band selbst genannt wird. Mit skurrilen Texten wollen sie locken. In dem Song \"Nichts Ist So Sexy\" geht es um ein altes Nachttier, das aus einem Loch gekrochen kommt, um einen Abend mit dem fiesen Alleinunterhalter Tony Marony zu verbringen. Außerdem stehen Intim-Themen zu Lust und Liebe und lebensphilosophische Selbstversuche hoch im Kurs. Sänger Andreas Spechtl singt vom neuen Sexleben der Exfreundin bzw.

des Exfreundes, von überstürzten Venedig-Reisen mit der Katze und Leuten, die nur mitdürfen, weil sie Auto fahren können. Das Cover glänzt mit einem kleinen Portrait von Antoine de Saint Exupéry, und im Innencover sind Löffel und Spritze abgebildet. Das beweist, dass man es hier mit literarischen Feingeistern und Hedonisten zu tun hat. Den Klangteppich bildet ein faseriges Gemisch aus Superpunk-Sprenklern, Schlager-Anleihen und Ablehnung jeglicher Art stilistischer Einschränkung. Alles wunderbar in einen Schulaula-Auftritt-Style gepackt, wobei sich stilgerecht hier und da vermeintliche grobe Schnitzer ausmachen lassen. Aber die gehören nun mal zu jeder Trial&Error-Phase wie einst fehlende Zähne zu Frank Spilker. Ja, Panik!



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