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Thrice

»Vheissu«

[Island / Universal / VÖ: 18.10.2005 ]

Text: Niels Kleimann, Niels Kleimann




&
Matchbook Romance
Voices
(Epitaph / SPV)

Emo auf Abwegen. Emocore macht momentan, wie jeder erfolgreiche Trend von der Basis, eine gefährliche Gratwanderung durch. Plötzlich entdecken Labels das ökonomische Potenzial in geschminkten, jungen Männern mit schwarzen Haaren und schmeißen jedes Produkt auf den Markt, das auch nur ansatzweise das Label \"Emo\" tragen kann. Während so überall neue My-Chemical-Romance-Klone aus dem Boden wachsen, zeigen einige altgediente Bands, dass es auch neben den Pfaden, auf denen nur bedient wird, viele interessante Momente gibt.

Gute Beispiele: Thrice und Matchbook Romance - altgedient im Sperrgebiet Emorock, aber mit ihren aktuellen Longplayern auf neuen Wegen aktiv. Progressiv ist ein gutes Stichwort für die Alben. Teilweise erinnert das Ganze schon mal an Coheed And Cambria, hier allerdings kann man durchaus mal das Tanzbein schwingen. Wenn man eins hat, versteht sich. Gerade Thrice befriedigen das Bedürfnis nach Althergebrachtem und Frischem perfekt. Deutlich wird das in Hymnen wie \"Red Sky\" und Screamo-Brechern wie \"Hold Fast Hope\". Beide Alben werden genauso Puristen wie offenen Geistern gefallen. Das ist technisch versierter HC/Punk, wie man ihn sich kaum aufregender denken kann.



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