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Infadels

»We Are Not The Infadels«

[Wall Of Sound / Pias / Rough Trade / VÖ: 10.02.2006 ]

Text: Christian Steinbrink, Christian Steinbrink

Wenn das mal nicht ein guter Namensfindungsmythos ist: Der Name Infadels rührt daher, dass die damals noch anders firmierende Band ein Interview im TV sah, in dem Osama Bin Laden die Ungläubigen, also infidels, als die ultimativen Sünder bezeichnete. Von da war's offensichtlich kein langer Weg mehr. Nicht nur in dem Punkt wird deutlich, was die vier Briten vom Leben und ihrer Musik wollen. Nämlich Spaß, und zwar im Sinne von Euphorie, Disco und Glam. Eine Rezension ließe sich allein schon mit den dollsten Punkten aus den Biografien der Infadels füllen, so ist Schlagzeuger Alex der Sohn von Bill Bruford, der bei Genesis, Yes und King Crimson dasselbe Instrument spielt/e.

Und Percussionist Richie war mal britischer Meister irgendeines Videospiels, bevor er den Titel an einen Sechsjährigen verlor. Ihr Stil ist Elektropop mit einer schönen Bandbreite an Sounds und einem guten Augenmerk auf Tanzbarkeit. Sehr hübsch: \"Girl That Speaks No Words\" oder auch der stilistische Brückenschlag von \"Stories From The War\". Die Qualität dieser Platte liegt dabei in den sehr breit angelegten, durch ihre Kreativität überzeugenden Songstrukturen. Das glamouröse Tanzflur-Inferno steht ihr genau wie die Konzentration auf Soundforschung im Heimstudio gut zu Gesicht.



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