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Tiga

»Sexor«

[Different / Pias / Rough Trade / VÖ: 08.06.2007 ]

Text: Roland Wilhelm, Roland Wilhelm

Tiga ist und bleibt everybody's darling der House-Szene, erst recht mit seinem lang erwarteten Debütalbum \"Sexor\", denn hier macht er mal wieder alles richtig. Er siedelt seine Glam-House-Tracks in seiner Fantasiewelt Sexor an, \"where imagination rules the nation and where sexy lightning always strikes twice\", und gibt sich so poppig wie seit \"Sunglasses At Night\" nicht mehr. Denn ein DJ-Tool kann und soll seine Platte nicht sein, hier wird ein Pop zelebriert, der seine Vorlagen klar in den 80ern sucht und immer so catchy und sexy rüberkommt wie Soft Cell in ihren besten Zeiten. Einige Tracks kennt man bereits von Maxis, z.

B. das überirdische \"Pleasure From The Bass\", wobei der Star-DJ für das Album alles auf wohnzimmertaugliche drei bis vier Minuten runterstrippt. Nur das spacig-discoide \"Good As Gold\", geschickt als Höhepunkt der Platte positioniert und absoluter Euphorie-Garant auf dem Tanzparkett, bildet mit seinen knapp sieben Minuten die Ausnahme. Durch die Imitation des Albumcovers von Bryan Ferrys \"In Your Mind\" von 1977 treibt der Kanadier diesmal auch sein beständig aufgebautes Dandy-Image auf die Spitze (auch wenn man jede Anlehnung an Ferry natürlich als Blasphemie verurteilen kann). So richtig lieben muss man ihn aber wegen seiner Stimme, die ja schon einige seiner Remixe vergoldete und mit ihrer nicht zu leugnenden Unperfektion das perfekte Mittel ist, die nötigen Falten in die Produktion zu bügeln und die das Album einrahmenden Stücke \"(Far From) Home\" und \"Brothers\" - ganz zu schweigen vom wunderbaren Ghost-Track - zu wirklich großem Pop zu machen, far from Belanglosigkeit.



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