BEWERTEN
 

Vic Du Monte’s Persona Non Grata

»Vic Du Monte’s Persona Non Grata«

[Cargo]

Text: Dirk Neuhaus, Dirk Neuhaus

Ist es überhaupt möglich, sich diesem Projekt zu nähern, ohne es unter der tonnenschweren Last einer überzogenen Erwartungshaltung zerbrechen zu lassen? Also einfach mal nicht ständig seine Herkunft aus dem Kyuss-Umfeld im Hinterkopf zu haben? Ohne sein Album sofort mit all den anderen (fast ausnahmslos großartigen) Werken zu vergleichen, die sonst noch aus jener stilbildenden Wüstenrock-Schmiede hervorgegangen sind? Kaum - zumindest, wenn Vic Du Monte's Persona Non Grata so offensiv damit beworben wird, das Projekt des Kyuss-Gründungsmitgliedes Chris Cockrell zu sein. Wer mit einem solchen Hinweis Reklame macht, hat zwar erst mal eine große Portion Aufmerksamkeit und einen dicken Sympathie-Bonus sicher, stellt diese Platte aber auch sofort neben Alben von Queens Of The Stone Age, Ché, Brant Bjork, Unida und Slo-Burn.

Und macht dabei eine ziemlich schlappe Figur, wenn das Ganze irgendwo zwischen kaputtem Redneck-Blues-Rock und proberaummäßigem Rockabilly-Gewurste angesiedelt ist. Der Sound ist schepperig und dünn, was hier aber nicht funktioniert (anders als z. B. bei Ché, wo die unterproduzierten Gitarren ein Gegengewicht zu den wuchtigen Riffs bilden), die Songs sind uninspiriert, was natürlich auch nirgendwo sonst klappt. Ein Desaster, über das man sich Wochen später noch ärgert, ist \"Persona Non Grata\" nicht, sondern ganz schlicht: die perfekte Langeweile.



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 

Platten der Woche

Platten der Woche

Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick! [...mehr]

 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.

 
  • THREADS ZU DIESEM ALBUM

  •