BEWERTEN
 

Ex Models

»Chrome Panthers«

[X-Mist / Broken Silence / VÖ: 15.09.2007 ]

Text: andreas schnell, andreas schnell

Mittlerweile nur noch ein Duo, hier verstärkt durch Oneida-Schlagzeuger Kid Millions, haben die Ex Models nichts von ihrer Schärfe und Faszination verloren. Die neue Besetzung erforderte allerdings ein leicht verändertes Konzept: Die Songs auf \"Chrome Panthers\" sind länger als ältere Stücke der Ex Models, die ja in irrwitzigem Tempo eine Unmenge an Brüchen sowie Splitter in hoher Dichte aufwiesen und kaum einen Takt heil ließen, ihr drittes Album nun funktioniert eher über repetitive Rhythmen, was angesichts der Herkunft Kid Millions' nicht verwundert, zumindest aber passt. Erkennbar sind die Ex Models nach wie vor: Der überschnappende Gesang, die Gitarren, die zwischen Stakkati und freien Ausbrüchen hin und her schliddern, und scheinbar unkontrolliert kollabierende Songs gehören nach wie vor zum Repertoire der New Yorker.

Immer noch wirkt diese Musik wie eine konsequente Absage an fast alles, was dem ordinären Rock heilig ist, auch wenn die Ex Models auf \"Chrome Panthers\" eine Energie entfalten, die ihren Ursprung ganz unzweifelhaft in Rock hat, nur eben durch die harte Schule von Velvet Underground, Big Black, No Wave und Neo New Wave gegangen ist. Toll!



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