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Amandine

»This Is Where Our Hearts Collide«

[Fat Cat / Pias / Rough Trade / VÖ: 11.11.2005 ]

Text: Christian Steinbrink, Christian Steinbrink

Wie soll man das nennen, was da gegenwärtig beim Londoner Fat-Cat-Label vor sich geht? Die „neue Natürlichkeit“? Jedenfalls lässt sich in den aktuellen Platten von Songs Of Green Pheasant, Vashti Bunyan und jetzt auch Amandine eine klare, von dem Label bisher nicht gekannte Gemeinsamkeit erkennen: Alle Platten sind einem klassischen, in ihrer Klangfarbe einer impressionistischen und reduzierten Spielart von Folk verbunden. Und: All diese Platten sind wunderschön. Und es wird nicht wenige geben, die sagen, dass die Platte von Amandine die schönste von allen ist. Hat sie doch trotz oder gerade wegen einer hin und wieder an die Levellers gemahnenden Geige den größten Pop-Appeal der neuen Fat Cats.

Amandine geht es weniger um eine Abstraktion von Folk vor einem wie auch immer gearteten politischen oder experimentellen Hintergrund, wie bei der Posse rund um Coco Rosie oder einigen ihrer Labelmates, es geht ihnen um die Umsetzung eines zwar reduziert instrumentierten, aber durchaus poppigen Wohlklangs im Stile von Bands wie den For Stars, Art Of Fighting oder Songs:Ohia. Und diesem schon oft betretenen Pfad gewinnen sie noch einiges an Innovation und Schönheit ab, man höre nur auf Stücke wie „Halo“ oder „Stitches“. So was kennt man eigentlich nur aus den USA. Aber an dieser Stelle kommt der Knüller: Diese Band stammt aus Schweden! Da bleibt mir nur, baff die Stirn zu runzeln und zu murmeln: „Folk können sie jetzt also auch noch.“



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