Altamont
»The Monkee’s Uncle«
[AntAcidAudio / Soulfood / VÖ: 15.11.2005 ]
Text:
andreas schnell,
andreas schnell
Angeblich, weil er sich für teuer Geld seine Traumgitarre, eine 57er Les Paul Goldtop, gekauft hatte, gründete Melvins-Schlagzeuger Dale Crover Mitte der Neunziger eine zweite Band, benannt nach dem Festival, das das Ende des Sommers der Liebe markierte: Altamont. Mit von der Partie: Joey Osbourne von Acid King, die im Grunde genau das Gleiche machten: schmierigen Siebziger-Rock, natürlich maßgeblich geprägt vom Frühwerk Black Sabbath’. Wo auf früheren Altamont-Werken noch archaisch auf klobiger Blues-Basis gerockt wurde, ist „The Monkee’s Uncle“ verschrobener, vermengt kurzerhand und mit sardonischem Lächeln Einflüsse von The Knack über ZZ Top und Brian Eno bis zu Alice Cooper, erinnert (dadurch?) streckenweise manchmal an die Meta-Rock-Sprache von Queens Of The Stone Age, wenn auch ohne deren Sex-Appeal, und ist wegen seiner Tendenz zum Kaputten durchaus etwas für den verwöhnten Gaumen der Melvins-Gemeindemitglieder.
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