Tracy + The Plastics
»Culture For Pigeon«
[Too Pure / Beggars / Indigo / VÖ: 13.09.2007 ]
Text:
Sonja Eismann,
Sonja Eismann
Der Lo-Fi-Electrotrash von Tracy + The Plastics wird von drei Frauen gemacht, die eigentlich nur eine sind. Denn die Alter-Ego-Band der lesbischen Multimediakünstlerin Wynne Greenwood aus Olympia, Washington besteht neben Sängerin Tracy aus der extrovertierten Keyboarderin Nikki und der zurückhaltenden Beatmacherin Cola, die auf Konzerten als Videoprojektionen neben der real auftretenden Tracy an die Wand geworfen werden – und natürlich alle von Wynne performt sind. Die Songs auf „Culture For Pigeon“, das in den USA schon 2004 veröffentlicht wurde und dem Debüt „A Muscler’s Guide To Bionics“ (2001) folgte, bleiben in ihrer Phrasierung trotz Einsatz von klappernden Billig-Drumbeats und scheppernden Keyboard-Melodien deutlich der Ästhetik des Riot-Grrrl-Sounds verhaftet – in Olympia ja auch kein Wunder.
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