BEWERTEN
 

Rob & The Pinhole Stars

»Stop & Start«

[Mi-Amante / VÖ: 04.10.2005 ]

Text: linus volkmann, linus volkmann

Findest du die jetzt besser oder schlechter, nachdem du gemerkt hast, die sind gar nicht aus Amerika, sondern offensichtlich aus Deutschland? – Ich zögere kurz, muss ich lügen? Nö, heute mal nicht. Ich sage: Eigentlich schlechter. Bei den ersten Durchläufen der Platte ging ich ungefragt davon aus, Rob und seine Stars seien amerikanischer Lo-Fi-Indie. Woher von dort genau auch immer sie stammen mochten. Doch die Müller-Meier-Schmidt-Namen der Beteiligten im Booklet und die Domain, die auf „.de“ endet – all das nährt unweigerlich die Gewissheit, dieser Zartpop ist keine ferne Projektion von nähenden amerikanischen Hunden (siehe Cover), sondern was von nebenan.

Und prompt fallen mir jetzt als Referenz auch Notwist und die Düsseldorfer Melancho-Pops von Subterfuge ein. Verdammter Knast der eigenen Weltkategorisierung. Wie dem auch sei, hier soll genau genommen ja auch nur festgestellt werden, wie rührend und kurzweilig dieses zuckersüße Album ist, hier soll nur darauf hingewiesen werden, dass diese Band einfach was drauf hat. Und niemand, der nicht aus den USA kommt, ist schlechter als einer, der das tut. So viel ist dann ja doch klar.



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