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Metope

»Kobol«

[Areal / Kompakt / VÖ: 05.09.2005 ]

Text: Sandra Brosi, Sandra Brosi

Areal nicht als Label der Stunde zu betrachten, dazu gehört schon ein gerüttelt Maß an Vernageltheit. Zwar ist „Kobol“ erst das zweite Artist-Album-Release, aber es erschienen bereits diverse höchst relevante Compilations. Erste VÖ war in dieser Rechnung das Album von Ada letztes Jahr, dessen Wellen sich ja noch immer nicht verflüchtigt haben (siehe auch „Kochen mit“). Und auch „Kobol“ nimmt Anlauf, für die tanzende und elektronische Meute ein Album zu werden, das man bald und getrost in den vielzähligen Jahrescharts 05 wieder finden dürfte. Denn auch on the long run funktioniert Metope (a.k.a. Michael Schwanen) und findet eine physisch aufregende Balance zwischen harter digitaler Kälte für die Füße und der glimmenden Restwärme, die an die besten Zeiten von Knisterminimal erinnert.

Gleich der Opener „Rebird“ bringt diese Melange auf den Punkt: Reanimation durch Technik, aber irgendwie wird kein Zombie, sondern ein Vogel draus. Das gelingt nicht vielen in dieser Selbstverständlichkeit. Areal zeigt mit dieser Platte zweifellos, dass Köln doch mehr kann, als nur seinen alten Ruhm effektiv zu verwalten und zu pflegen. Nein, mit „Kobol“ ist Electro am Rhein wieder den Handschlag eher im Ziel als die Konkurrenz. Eine nicht hoch genug zu schätzende Leistung.



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