BEWERTEN
 

Julia Hummer And Too Many Boys

»Downtown Cocoluccia«

[Strange Ways / Indigo / VÖ: 23.09.2005 ]

Text: Christian Wessels, Christian Wessels

Ach was, die Schauspielerin, gell? „Tatort“ und so? Egal! Julia Hummer hat mit „Downtown Cocoluccia“ ein feines Indie-Folk-Album aufgenommen. 14 Stücke, zwei davon („Our Empire Is“ und „Too Many Boys“) bereits im Mai als Single veröffentlicht. 14 Stücke, die im Umgang mit den Nuancen der beteiligten Genres, mit deren Mix große Feinfühligkeit beweisen. 14 Stücke, die dem 6/8-Takt die verdiente Beachtung schenken. Schon im ersten Song „True & Innocent & Untouched“ versammelt die 25-jährige Berlinerin ihre Facetten: Akkordeon, Mundharmonika, Klavier, dazu eine spröde Akustik-Gitarre ... eine traditionell schöne und einnehmende Melodie. Aufgeräumt und transparent sind die Arrangements, getragen von einer Leichtigkeit, die an die letzten Platten der Go-Betweens erinnert.

Oder an Juliana Hatfield in ihrer variabelsten und lässigsten Variante, die es in letzter Konsequenz dann eigentlich doch nie gegeben hat. Christopher Uhe, der mit Sharon Stoned immer noch für zwei der bemerkenswertesten Indiegitarrenalben des Landes verantwortlich ist, spielt an Julia Hummers Seite und hat produziert. Manchmal singt er auch einen nasal-weichen Teppich, in den Julia sich mit ihrer Stimme einkuschelt. Mit ihrer Stimme, die so zart und zierlich ist, wie man es vermuten würde. „As Simple As Can Be.“



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