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Earth

»Hex; Or Printing In The Infernal Method«

[Southern Lord / Soulfood / VÖ: 17.11.2006 ]

Text: andreas schnell, andreas schnell

Majestätische Langsamkeit war schon immer wesentliches Merkmal Earth’scher Musik. Neben „Lysol“ von den Melvins lieferte die Band um Dylan Carlson mit ihren frühen Platten die Blaupause eines Konzepts, das Bands wie Sunn O))) oder Boris maßgeblich beeinflusste. Earth wären allerdings nicht Earth, ruhten sie sich nun auf solchem Lorbeer aus. „Hex; Or Printing In The Infernal Method“ überrascht mit einem neuen Sound. Wo früher Distortion die Drones regierte, finden wir auf „Hex“ Sounds und Spielweisen, die eher der Welt des Country entstammen. Der Duane-Eddy-Twang trifft auf die „Dead Man“-Meditationen Neil Youngs und auf Ennio Morricones, den Himmel über Monument Valley verdüsternden Gitarren, und eine Steelguitar klagt leis’ ihr Lied.

Damit sind sie so etwas wie die amerikanische Entsprechung zu Bohren & Der Club Of Gore, ist „Hex“ als Beschreibung einer bestimmten Vorstellung von Landschaft das Pendant zu Bohrens Einblicken in postindustrielle Städte mittlerer Größe. Sehr, sehr schöne Musik!



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aus Intro #133 (November 2005)
 
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