BEWERTEN
 

Coheed & Cambria

»Good Apollo, I’m Burning Star IV, Volume One: From Fear Through The Eyes Of Madness«

[Sony / BMG]

Text: Ingo Rieser, Ingo Rieser

Dem Rezensionsexemplar des kryptisch betitelten dritten Albums der wirren Saga um die Sci-Fi-Charaktere Coheed und Cambria liegen keine Texte bei. Die hätten allerdings vermutlich auch kaum für Klarheit gesorgt, wie immer. Man kann aber sicher sein, dass da erneut die seltsamsten Dinge zu berichten sind. Genauso wie von diesem Album. Track eins ist ein Streicherarrangement plus Halloween-Piano, Track zwei dann plötzlich Simon & Garfunkel. Eigentlich geht es mit dem Hardrockriff zu Beginn von Track drei, \"Welcome Home\", erst richtig los. Sofort denkt man an Dream Theater, später an Marillion und artverwandte Prog-Rocker. So werden epische Geschichten erzählt, und der Hörer beeindruckt mit technischer Finesse und kreativem Überschwang.

Jedermanns Sache ist das allerdings nicht, gelegentlich wird es etwas schwülstig vor lauter theatralischem Pomp, Streichern und Zuckergesang. \"Good Apollo\" ist für jene, die mit The Mars Volta direkt mehr anfangen konnten als mit At The Drive-In. Gut, dass nicht zuletzt die \"Live At Starland Ballroom\"-DVD gezeigt hat, dass Coheed & Cambria auch straight rocken können - hier passiert das selten.



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aus Intro #133 (November 2005)
 
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