BEWERTEN
 

Jackson

»Smash«

[Warp / Rough Trade / VÖ 19.9. / VÖ: 04.10.2005 ]

Text: Hendrik Kröz, Hendrik Kröz

Als Warp-Newbie hat man es nicht unbedingt leicht. Natürlich ist es eine Art Sechser im Lotto, als Producer bei diesem legendären Label zu landen, aber man handelt sich mit dem Deal auch einige hochkalibrige Messlatten ein - Boards, Plaid, Sir Aphex und so weiter. Chris Clark und Team Shadetek waren die letzten Neuankömmlinge, denen es gelang, in dieser ehrenwerten Loge für Unruhe zu sorgen. In großer Nähe zu deren Trackästhetik bewegt sich auch der Pariser Jackson Fourgeaud als jüngstes Warp-Signing. Zerfledderte Downbeats mit bedrohlichen Flächen. Die kalte Leere füllt Jackson mit tausend Samples aus Funk und Fernsehen, was in den besseren Momenten wie knallig futuristischer Bastardpop, manchmal aber auch ziemlich überladen klingt.

Vier Jahre saß Jackson an \"Smash\", vielleicht ein bisschen zu lange, um die Ambition im Zaum zu halten. Bei \"Utopia\", dem schon als Single erschienenen Opener, stimmt die Mischung, andere Stücke lassen in dem Berg von Zitaten die eigene Handschrift vermissen. Am geschmeidigsten rockt Jackson immer dann, wenn er einen auf Daft Punk macht und geradlinige Disco-Elemente mit dem richtigen \"Smash\" versieht, wie bei \"Arpeggio\", \"Radio Caca\" oder \"Headache\". Eine durchwachsene Platte - manchmal funktioniert sie, manchmal lässt sie ziemlich kalt.



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