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Staind

»Chapter V«

[Warner / VÖ: 08.08.2005 ]

Text: Peter Flore, Peter Flore

Wir erinnern uns: Mit \"It's Been Awhile\" hatten die Fred-Durst-Zöglinge 2001 eine Dauerkarte für die MTV-Heavy-Rotation gewonnen - und sich auch gleich mal auf die One-Hit-Wonder-Warteliste setzen lassen. Mit \"Chapter V\" veröffentlichen sie nun also ihr mittlerweile - man ahnt es - fünftes Album, und man wird ebenso schnell gewiss, dass das Werk, an dem sie da arbeiten, kein Geschichtsbuch wird, denn dazu fehlt Aaron Lewis und seiner Bande nun mal etwas leider sehr Wichtiges: gute Songs. Zu beliebig wirkt ein Gros des Materials, zu oft verliert man sich in plumper Kraftmeierei, und dieses ewige Laut/Leise, das in Prä-\"Teen Spirit\"-Zeiten womöglich als Gipfel des kreativen Songwritings galt, lässt viele durchaus gute Ansätze im Grunge/Nu-Rock-Nirwana verschwinden.

Erst in der zweiten Halbzeit wird die Platte mit dem recht catchy geratenen \"Please\" und dem schön getragenen \"Everything Changes\" halbwegs interessant, wenn man es denn bis dahin schafft. Sänger Aaron Lewis mag ja der gesamte Weltschmerz auf den Schultern lasten - allein, man nimmt es ihm nicht ab. \"Are you tired of this dysfunctionality?\" fragt er in \"Falling\", und man möchte rufen: \"Hell, yes!\" Immerhin gelingen Gitarrist Mike Mushok aber einige ganz passable Licks, sodass zumindest die Gitarrenarbeit recht ordentlich ausfällt. Die letzte Hookline aber sucht man bis auf einige wenige Ausnahmen vergebens.



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