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The Rakes

»Capture / Release«

[V2 / Rough Trade / VÖ 8.8. / VÖ: 15.08.2005 ]

Text: Till Stoppenhagen, Till Stoppenhagen

Wer von dem schroffen Pop-Punk-Hype aus London auch nach Bloc Party, Maximo Park und wie sie alle heißen noch nicht genug bekommen kann, dabei aber eher ein Faible fürs Geradlinige, Unkomplizierte, Rohe hat, sollte sich den 8. August schon mal dick im Kalender anstreichen: Es ist der Tag, an dem das Debütalbum der Rakes veröffentlicht wird. Angeblich kommen auch sie aus den vielbeschworenen Londoner Randgebieten, und wenig überraschenderweise wurde \"Capture / Release\" von Paul Epworth produziert, der auch schon besagte Kollegen sowie die Futureheads und Babyshambles auf Erfolgskurs brachte. So spontan, punkig-aufsässig und nach Totalverweigerungshaltung, wie es angepriesen wird, klingt das Album dementsprechend nicht, sondern eher nach nüchtern kalkuliertem Hit-Potenzial.

Macht aber nichts: Den Songs mit ihrer erfrischenden britischen Kaltschnäuzigkeit und ihrer unangestrengten Eingängigkeit tut das keinen Abbruch. Das Album macht Spaß, sehr großen Spaß sogar, und scheint auch nicht viel mehr zu wollen. Und das ganz ehrliche, authentische Underdog-Loser-Ding von der Straße, den ganz dicken Mittelfinger in Richtung Kommerz und Establishment, erwartet man aus dieser Ecke der Brit-(Hart-)Pop-Kulturindustrie doch ohnehin nicht.



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