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Joyce Hotel

»Joyce Hotel«

[Make May Day / Al!ve / VÖ: 08.08.2005 ]

Text: Ulrike Puth, Ulrike Puth

Dänemark ist so was von auf dem Sprung. Mehr noch als aus dem ewig Pop-prosperierenden Schweden kamen von dort zuletzt interessante, vornehmlich gitarrenlastige Indie-Bands. Lediglich der ganz große Durchbruch, der die letzten Hindernisse wegspült, fehlt noch. Der Mando-Diao- oder Hives-Urknall. Acts wie Tiger Tunes, Saybia, Mist, Barra Head, Kind Of Bitter oder eben Joyce Hotel sind zwar mittlerweile vielerorts ein Begriff, werden aber im Gegensatz zum sonstigen Skandinavien-Hype-Rummel in der medialen Wahrnehmung stiefmütterlich behandelt. Dabei sollten gerade auch Joyce Hotel die Möglichkeit bekommen, sich richtig episch unter die Leute zu verteilen.

Spröde Arrangements reiben sich an lärmigen Ideen und noch-kausalem Songwriting, das trotzdem immer wieder traumwandlerisch den Punkt findet. Ein Indie-Trip, der an frühe Pixies, aber auch an genialische belgische Tüftlerspinner wie dEUS erinnert. Postrock mit einigen Superkräften.



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