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Art Brut

»Bang Bang Rock & Roll«

[Fierce Panda / Cargo / VÖ: 04.07.2005 ]

Text: Jeffrey Kubiak, Jeffrey Kubiak
[16 Kommentare]

Was verbindet man mit dem Begriff “Indie”? Ein Genre? Einen Industriezweig? Eine Haltung? In jedem Fall eine gewisse Portion Ernst. Eher selten wird das eigene Tun mit Ironie, Witz und Kritik reflektiert. Die Londoner Art Brut, zu zwei Fünfteln deutschstämmig, schreiben sich aber genau dies auf ihre Fahnen und bereiten der um sich selbst kreisenden Community Zahnschmerzen. In Sound und Attitude punkig (dabei allerdings recht sauber produziert), leben die meist unter-3-minütigen Songs vor allem durch Eddie Argos’ melodielosen Sprechgesang, der irgendwo zwischen aufgeregten Carter USM, schnodderigem Mark E. Smith und der Casualness von Ex-Ikara-Colts Paul Resende anzusiedeln ist.

Der Fokus wird automatisch auf die Texte gelenkt, in denen die aus der bildenden Kunst bekannte Art-Brut-Haltung, das ungefilterte Schaffen außerhalb eines Kanonisierungsanspruchs, zum Ausdruck kommt. Die Band bricht ihre eigene Existenz und künstlerische Selbstgefälligkeiten, ohne dabei zur Spaßnummer zu geraten. Dies liegt nicht zuletzt an ihrer Leidenschaft und dem stets inhärenten Tragikanteil, wenn z. B. Argos noch immer seiner ersten Liebe nachtrauert oder die Gatti Gang als Symbol des grandiosen Scheiterns gleich in drei Songs auftaucht. Die Terrorzelle um die Gattis, in den 80ern in Mailand aktiv und immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, erbeutete bei ihrem großen Bankraub-Versuch 18.000 Lire, damals so ungefähr fünf Mark. Also auch irgendwie Indie.



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  • User: Yoerk
  • Yoerk 19.07.2005 | 01:56:30

    ich kann den hype nicht ganz nachvollziehen. die platte ist eher langweilig, als interessant. eintönige musik mit einfach gestrickten textzeilen. die stimme des "sängers" ist schön cockney-mäßig, aber es kommt keine spannung auf. die lieder plätschern so dahin. nicht mein fall.

  • User: Wolpers
  • Wolpers 19.07.2005 | 02:13:27
    --N--- --N----N---
    nun wieder dieses deutsche "hype"-wort... noch dazu so spaet. mann, musst du mal live sehen!

  • buenaventura 19.07.2005 | 22:07:35
    hashomer
    hier von hype zu reden ist wirklich albernst. schoene platte, noch dazu.

  • User: Yoerk
  • Yoerk 19.07.2005 | 22:15:53

    http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~ED4887F6FC9F2490F8E18BE4C98773633~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  • buenaventura 19.07.2005 | 22:43:09
    hashomer
    ah, daraus kann man ne gute hype-definition basteln: was der faz-leser mitkriegt, _muss_ hype sein.

  • eavo 20.07.2005 | 10:46:53

    ich finde die platte auch zimelich mau und langweilig. und der ausgestellte akzent nervt einfach nur. da muß ich immer an die toy dolls denken.

  • twist_melodie 20.07.2005 | 13:44:22

    blödsinn, die platte in großartig. the lovely very british accent is the icing on the cake.
    für meine wenigkeit die beste platte seit der letzten libertines.

  • User: ferriswheel
  • ferriswheel 20.07.2005 | 15:09:03

    grandioses Dingens! and remember: Stay off the crack!

  • pyun 30.07.2005 | 12:30:31

    das lied auf der SPEX-cd ist fad und scheint von leuten zu kommen, die mit aller anstrengung den ewig pubertierenden anschliessen wollen.

    passt wohl gut in die reihe aktueller und vergleichbarer platten aus dem INDIEPOP, mich spricht lediglich der name an.

  • User: Wolpers
  • Wolpers 30.07.2005 | 12:56:37
    --N--- --N----N---
    FAZ- und SPEX-leser wissen mehr *g*

    nuechtern betrachtet, ist es fuer mich nach wie vor ein prima album. einziger wehrmutstropfen sind die drei neuaufnahmen

  • Erzkanzler 30.07.2005 | 13:28:07

    Schöne Platte, ich glaube, hier verstehen einige den Humor hinter der Sache nicht.

  • User: Bakunin
  • Bakunin 10.08.2005 | 00:36:32

    ungefähr so super wie vor zehn jahren das debüt von tocotronic, ein bißchen unfertig, naiv und dilettantisch. dabei ganz grandios. dass sie beim spiegel 10 von 10 punkten bekommen, macht sie zu einer hype-band!? gut, dann wenigstens zu recht.
    @pyun: nein, es ist gerade keine weitere indiepop-belanglosigkeit wie kaiser chiefs, killers oder bravery.
    dazu die charmanteste liveband, die ich seit jahren gesehen habe. makes me rock out.

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