Smog
»A River Ain’t Too Much To Love«
[Drag City / Domino / Rough Trade / VÖ: 30.05.2005 ]
Text:
Sonja Eismann,
Sonja Eismann
Eigentlich sollte man diese Platte ausschließlich ausgestreckt auf dem Boden hören, gemeinsam mit der Person, die man liebt – oder natürlich ertränkt in bitterer, köstlicher Einsamkeit. Wie alle Platten von Bill Callahan, der jetzt die Klammern um seinen Namen wieder hat fallen lassen und mit “A River Ain’t Too Much To Love” sein gefühltes dreißigstes Album in zehn Jahren, in Wirklichkeit aber eher das zwölfte in ungefähr 15 Jahren rausbringt. Wahrscheinlich möchte man von jeder Smog-Platte das Gleiche und freut sich am meisten, wenn man es fast und dann doch nicht kriegt, so wie hier: eine Form von Erfüllung und Utopie, die kurz in Aussicht gestellt wird, nur um sie dann gleich wieder wegzuschließen – “‘cause there is no love where there is no obstacle”, wie das Stück “Say Valley Maker” zu verstehen gibt.
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