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Kraftwerk

»Minimum-Maximum Live«

[Emi / VÖ: 01.06.2007 ]

Text: Martin Büsser, Martin Büsser
[5 Kommentare]

Kraftwerk sind eine Institution, die für sich selber steht und für sich selber wirbt. Sie reproduzieren das stets Identische und machen ihr Publikum gerade dadurch glücklich, dass alles voraussehbar ist. Anhand dieser Live-Doppel-CD wird deutlich, wie erfolgreiche Werbung mit Images funktioniert. Wir hören die ganzen Hits von “Autobahn” bis “Roboter” in Live-Versionen, die nur geringfügig von den Albumversionen abweichen. Diese Live-Versionen werben wiederum für die kommende US- und Europa-Tournee von Kraftwerk, auf der die Stücke abermals so klingen werden, wie sie es auf diesen beiden CDs tun. Das kann man nun ganz toll technofuturistisch finden oder als konsequenten Serialismus in die Tradition von Andy Warhols Brillo-Boxen stellen – man kann es aber auch einfach nur öde finden.

Ausgerechnet Kraftwerk, die sich schon in den 1970ern für eine spezifisch deutsche Musikästhetik ausgesprochen hatten, sind damit zum musikalischen Äquivalent zu McDonalds geworden: schmeckt immer gleich, klingt immer gleich. Und sie sind Lehrstück jener kapitalistischen Beständigkeit, die uns das immer Gleiche als Innovation verkauft. Die Band, die einmal als Inbegriff des musikalischen Fortschritts gehandelt wurde, ist in einen Kreisverkehr geraten und findet den Blinker nicht mehr.



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  • moritzstahl 21.06.2005 | 00:54:27

    was sie da schreiben herr büsser ist hirnquark eines armen irren der seine psychotherapie in durchschnittlichen musikzeitschriften abdrucken darf. wenn sie möchten zahle ich ihnen monatlich ein gehalt wenn sie mir in zukunft versprechen den stift abzulegen und leser ab sofort zu verschonen. glauben sie mir, es ist so. musik hört man und wenn man möchte, darf man sogar sinnvoll darüber schreiben. jedoch aus unergründlichen psychologischen gründen seine therapiemaßnahmen in musikzeitschriften abdrucken zu lassen halte ich für inakzeptabel. senden sie mir bitte ihre gehalt/rentenvorstellungen. grüsse.

  • meine_Mama 21.06.2005 | 01:58:44

    @moritzstahl
    also ich finde in deinem Posting weit mehr was zur Psychoanlyse reichen würde als in der Plattenkritik des Herrn Büsser.

  • TASMAN 21.06.2005 | 02:19:15

    wo steht denn, dass dat von einem "herrn" büsser is? ich kann da nix entdecken. dat könnte aber bedeuten, dass der moritzstahl ein insider ist, der uns gerne verrät, dass ein "herr" büsser für so einen text verantwortlich is. wer weiß?
    zur psychoanalys: nein, hier ist von beiden beteiligten keine tiefenpsychologische analyse notwendig um beide meinungen bezüglich der kontroversen kraftwerkler zu tolerieren. mein tipp: den kreisverkehr ohne blinken verlassen. wird schon schief gehen!


    wo steht da, dat dat vom büsser is? *kopfKratz*

  • User: outtro
  • outtro 27.06.2005 | 12:51:58

    Also entweder Herr Büsser hat ausser "MINIMUM-MAXIMUM" noch nie eine andere Kraftwerk Platte gehört oder er ist so "anti" das man ihm das rezensieren eigentlich verbieten müsste! Egal wie man zu Kraftwerk steht die Aussage "die nur geringfügig von den Albumversionen abweichen"
    ist einfach sachlich falsch. Und der Vergleich mit Mc Donalds disqualifiziert dann gleich nochmal. Journalisten die so unsachliche Kritiken schreiben braucht kein Mensch (Leser)! Tipp von mir: hört euch die Platte einfach mal über ne halwegs ordentliche Anlage oder mit Kofhörer an und ihr werdet 2/3 eurer "Electro Musik" in den Keller packen. Genauso werdet ihr feststellen dass es noch nie so schön war im Kreis zu fahren.

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