Matthew Herbert
»Plat Du Jour«
[Accidental / Rough Trade / VÖ 4.7. / VÖ: 08.08.2005 ]
Text:
Martin Büsser,
Martin Büsser
[11 Kommentare]
Die scheinbar harmloseste Betätigung, nämlich Nahrungsaufnahme, entpuppt sich als das größte Politikum. Unsere Entscheidung darüber, was wir essen, hat Auswirkungen auf die zentralen ökonomischen und ökologischen Prozesse dieser Welt. Darum hat Matthew Herbert ganz England bereist, um Nahrungsmittel oder das, was mit ihnen zusammenhängt, aufzunehmen und als Samples zu verarbeiten. All seine Stücke erzählen davon, dass das, was wir essen, eine Herkunft hat, die unmittelbar mit globalen Ausbeutungsprozessen zu tun hat. Herbert erzählt dies mal wieder fast ohne Worte, in karge, oft tanzbare Tracks verpackt, deren Intention erst über das Beiheft oder den Blick auf Titel wie \"Hidden Sugars\" und \"An Empire Of Coffee\" klar wird.
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Scatterheart 20.07.2005 | 21:17:11
Die wirklich allererste Herbert-Produktion mit der ich meine Probleme habe.
wendi 20.07.2005 | 22:58:12
Celebrity find ich paßt musikalisch nicht in das Album, was nicht heißen soll das das nicht ein spitze Track ist, vielleicht gerade deshalb.
brotvielfalt 21.07.2005 | 01:40:50
Flitzpiepe
Ich habe nur die 12", ist aber toll.
Das Konzept gefällt mir als kulinarisch interessiertem natürlich besonders.
brotvielfalt 21.07.2005 | 02:15:22
Flitzpiepe
Die Kritik kann ich nachvollziehen. Allerdings überbewertet sie den guten Herbert und seine "Massen"wirkung ein wenig. Wer sich ernsthaft mit dem Thema befassen will, sollte lieber ein gutes Buch (z.B. Ullrich Fichtner-Tellergericht) lesen oder in den nächsten Bio- bzw. Feinkostshop marschieren.
Klangjunge 21.07.2005 | 09:52:43
ich hab' mir das live angetan... und muss leider sagen, daß das überambitionierte Kunstkacke war.
Ich mag die Musik von Herbert, aber der Typ selbst, naja
Brotvielfalt hat's gesagt.
wendi 21.07.2005 | 10:17:11
ich hätte ihn gerne mal als "radio boy" gesehen, doch die "überambitionierte kunstkacke" wollten wohl zu viele sehen, wir sind ins robert johnson nicht mehr rein gekommen !
insgesamt ist der gute mann doch eher sympatisch.
zum album:
» Link
lamb 21.07.2005 | 10:37:39
schreibt
auf jeden fall ist matthew herbert sympathisch. allein das letzte interview in der groove war doch großartig!
brotvielfalt 21.07.2005 | 23:24:18
Flitzpiepe
@Klangjunge:
Ich meinte ja nur seine nicht vorhandene Wirkung auf die blöden Massen. Da ist die Plattenkritik über's Ziel hinausgeschossen. In gewissen Kreisen hat er natürlich schon einen sehr guten Ruf, vermutlich zurecht.
Zwar fand ich seine Sachen nie so richtig geil, aber es gibt schlechtere Idole.
Sonja Müller 22.07.2005 | 08:13:01
wie kann ich mir das album denn genau vorstellen? beschreibt doch mal.
mensch_maschine 22.07.2005 | 08:59:59
ist wie das matmos -a chance to cut is chance to cure abum, nur in schlechter und mit dem versuch da mehr harmonisches und 'breitenwirksames' profil reinzubringen. ich bin eher enttäuscht, obwohl es auch schon schöne momente hat, das will ich hier gar nicht verneinen
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