BEWERTEN
 

Boris

»Akuma No Uta«

[Southern Lord / VÖ: 13.04.2005 ]

Text: andreas schnell, andreas schnell

Nach “Absolutego” und “Amplifier Worship” noch ein Werk der Japaner, das via Southern Lord erstmals auch der Welt außerhalb ihres Heimatlandes zugänglich gemacht wird. Boris beginnen hier dronig, machen ein wenig auf Earth, Sunn O))) und so, werfen aber wenig später dann doch lieber den Motor in der Garage an und lärmen in Stooges-meets-Hendrix-Manier davon. Schließlich haben sie die albenlange Doombient-Strecke schon auf “Absolutego” in Perfektion auf- und ausgeführt. Das war beeindruckend. Und bei aller Monstrosität und Schwerhörbarkeit auch kaum noch zu überbieten. Nun schaffen sie statt einem Stück in knapp vierzig Minuten glatt sechs, was eingefleischte Fans mit einem Stirnrunzeln quittieren mögen.

Nach dem Opener reißt “Ibitsu” dich aus der meditativen Trance. Nach einem weiteren ähnlich klobigen Brocken gibt es dann zwölf Minuten “Naki Kyoku”, das sich aus einem ruhigen Anfang mählich in psychedelischen Rock verwandelt. Dann kommt noch mal Garage und zum Schluss das Titelstück, das wieder beim Anfang ansetzt und in einen nackenbrechenden Groove mutiert. Ein bunter Reigen, der zeigt, wozu diese Leute fähig sind. Demnächst soll ein Album mit Merzbow erscheinen.



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