BEWERTEN
 

Yuppie Flu

»Toast Masters«

[Homesleep]

Text: Vanessa Romotzky, Vanessa Romotzky

“Toast Masters” ist das vierte Longplay-Album der fünf italienischen Jungs von Yuppie Flu. Und es ist ihr bisher sonnigstes geworden. Nicht nur, dass “Toast Masters” schon im ersten Song “Glueing All The Fragments” mit entsprechender Metaphorik eröffnet: “After the rain / It comes the sun / And will be there for everyone / First of all I trust in you / More than that I love you”. Auch auf ganzer Länge klingt das Werk frisch und frei, herzgeöffnet. Indie-Noise-Pop, wie er nicht schöner draußen auf der Leine hängen und durchlässig im Wind wehen könnte. Ein weiteres textliches Entgegenkommen: “Don’t waste more time now the pain is over / Realize the pain is over / Now I smile ‘cause the pain is over / Calm down, the pain is over” (“Make A Stand”). Dazu das große Treffen erlauchter Referenzen, die einem beim Hören in den Sinn kommen.

Yuppie Flu, die sich 95 in Bologna zusammenrauften, klingen manchmal wie die Teenage-Fanclub-Version von Dinosaur Jr.: das etwas nasale Timbre des Sängers, die niedlich-kluge Poppigkeit, durchaus auch weirde Gitarrensoundeskapaden, die aber nie den ganzen Raum einnehmen. Nicht zu vergessen der in manchen Songs anwesende hallige Strangeness-Appeal à la Flaming Lips. Der Aufbau der Songs erinnert an die Verspieltheit Stephen Malkmus’ und dessen Besonderheit, Gitarren und Gesangsmelodielinien irgendwie miteinander und gegenläufig zugleich zu einen. Auch erinnern sie an die schönen, inspirierten belgischen Indie-Bands (dEUS, Gore Slut), an Roudy Trouvé (Herzstück & notorischer Band-Gründer wie –Hopper der belgischen Musikszene). “Toast Masters”bereitet Song für Song einer sensiblen, smarten Euphorie den Weg.



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