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The Futureheads

»The Futureheads«

[679 / Warner / VÖ: 30.05.2005 ]

Text: Jeffrey Kubiak, Jeffrey Kubiak

Für die Futureheads ist die Zukunft in der Gegenwart angekommen. Was in ihrer Probe-Garage vor einigen Jahren noch in entfernte musikalische Weiten verwies, ist nun Teil des aktuellen Popdiskurses und reiht sich nahtlos in den Kanon der 80er- und Spät-70er-beeinflussten jungen Gitarrenbands ein, deren äußerst tanzbarer Sound mehr und mehr den Electropop aus den Clubs verdrängt und das Livekonzert auch für diese Klientel wieder sexy macht. Dennoch kann man die Futureheads nicht so einfach in einen Topf mit FF, Bloc Party oder auch Rapture und Radio 4 werfen (wer wollte das überhaupt?). Die Futureheads sind rauer, ungestümer, geben sich weniger mit filigranem Stückwerk ab, sind unverschämter und zugleich bodenständiger.

Der ganz besondere Gimmick sind jedoch die Vocals: Alle vier Heads singen, und das nicht zu knapp. Die Stimmen sind chorähnlich durcharrangiert, sodass sie auch a-cappella damit durchkommen. Dabei darf man jetzt allerdings nicht an die Prinzen oder ähnliches Grauen denken – auch die Vocals sind rau, dreckig und scharf phrasiert. Und wer mit dem Cover von Kate Bushs “Hounds Of Love” noch mehr Gänsehaut erzeugt als das Original, kann eh jeder Zeitrechnung trotzen.



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