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Fenin

»Grounded«

[Shitkatapult / Kompakt / VÖ: 23.05.2005 ]

Text: Hendrik Kröz, Hendrik Kröz

Fenin, Shitkatapults Dub-Mann, haut sein erstes Album raus. Dabei dachte man, er habe schon zwei, drei auf dem Buckel, so lang wie er around ist. Während Labelboss T.Raumschmiere auf den großen Bühnen der Welt die Rocksau markiert, kümmert sich der Kollege daheim um die corporate identity – egal, wohin die Reise geht, der gepflegte Wumms sollte schon dabei sein. Fenin gelingt mit “Grounded” eine fantastische Balance zwischen souligen Reggae-Chants und ebendieser Bassdrum – ein beliebtes Spiel in Berlin, siehe Rhythm&Sound. Fenin agiert diesseitiger als die Großmeister des technoiden Dub, sucht nicht die tiefsten Tiefen der Hallspirale, sondern packt die Vocals in scharfe Kanten, um eventuelle Versenkung zu konterkarieren, ohne auch nur eine Sekunde den Respekt vor der Geschichte und den Emotionen zu verlieren, die automatisch mitschwingen.

So finden sich auf “Grounded” der beste Dubtechno-Track seit langer Zeit (“Konstrukt”), zwei ausgemachte Hits (“No C.I.A.”, “None Of Them”) und eine Dramaturgie, die langsam an die Deepness der Materie heranführt, sich da festwummert, um dann mit einem Shuffle Kölscher Schule beschwingt den Raum zu verlassen. Weltklasse.



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