BEWERTEN
 

Electrelane

»Axes«

[Too Pure / Beggars Group / Indigo / VÖ: 09.05.2005 ]

Text: Sarah Diehl, Sarah Diehl

Es gibt ja gewisse Dinge, auf die man sich verlassen kann, und dazu gehört sicherlich das Londoner Label Too Pure, das uns seit den 90ern mit experimentellen Bands wie Pram, Comic-Jazzrockern wie Minxus oder den ersten Platten von PJ Harvey beglückt hat. Nun kommt das dritte Album von Electrelane zum Schallplattenschrank der Happiness hinzu. Die vier Damen aus London streifen in ihrem Kosmos Stereolab, Spacemen 3, Loop und Neu!, und das nicht nur über die ganze Platte, sondern auch mal in nur einem Song. Sie filtern aus den Krautrockopern der frühen Kraftwerk das Beste raus und lassen hier und da noch ein Banjo oder Saxophon erklingen.

Darüber hinaus gibt’s auch noch quietschigen geigenkratzenden Freejazz. Nur etwa die Hälfte der Songs ist mit Gesang. Einen unglaublich guten Drive bekommt das Album auch deshalb, weil es live in einer einzigen Session aufgenommen wurde, weshalb man sich gut neben die Boxen setzen, den Media Player des Computers auf Sternregen stellen und dann langsam wegtillen kann. Hervorragend auch das Leonard-Cohen-Cover “The Partisan”.



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