BEWERTEN
 

Maximo Park

»A Certain Trigger«

[Warp / Rough Trade / VÖ: 17.05.2005 ]

Text: marco fuchs, marco fuchs

Happiness writes white. Oder die Unfähigkeit, seine Begeisterung in Worte zu fassen. Eines vorweg: Jedem, der Maximo Park in einem Atemzug mit The Strokes oder Franz Ferdinand erwähnt, soll augenblicklich die Zunge abfallen. Denn die fünf jungen Herren aus Newcastle sind keine durchgestylten Rip-offs aus dem Ramschladen der Musikgeschichte, sondern haben die besten Seiten des Pop-Lexikons zu ihrem eigenen Kapitel gemacht. Die jüngeren Frisuren mögen sich an dem märchenhaften Plot von schrammeligen Sensations-Singles, die für fünfzig Pfund den Besitzer wechseln, ergötzen, alle anderen an diesem unglaublichen Zusammenschluss von The Jam, XTC, The Undertones, The Smiths, Tindersticks, The Cure und überhaupt allen hymnischen Melodien der UK-Punk-Ära 1976-1979.

Da Paul Epworth (produzierte u. a. Bloc Party und The Streets) den rauen Demos die nötige Frische draufgebuttert hat, geht keine verdammte Sekunde auf „A Certain Trigger“ in irgendeiner nicht-euphorischen, nicht-rotzigen Großartigkeit verloren. Sollen sich doch selbstgefällig grinsende Indie-Schlipsträger bei „Apply Some Pressure“ der Illusion einer tanzenden Generation hingeben, soll doch die verquere Stimme Paul Smiths auf „Acrobat“ den Soundtrack für den alternativen Kajal-Sommer der Liebe bilden – alles egal. „We write pop songs about real life. We have no desire to mythologise our existence. We take things with a pinch of salt from time to time.“ Danke für das. Ein Album, das bleiben wird.



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