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Eels

»Blinking Lights And Other Revelations«

[Universal]

Text: Markus Meske, Markus Meske
[6 Kommentare]

Seit 1992 veröffentlicht Mark Oliver Everett in schöner Regelmäßigkeit Alben voll liebenswert spröder Popsongs. Anfangs unter seinem Pseudonym E, seit 1996 mit wechselnden Mitmusikern unter dem Bandnamen Eels. Viele bejubelte Singer/Songwriter sind seither auf der Bildfläche erschienen, wurden zum neuen Drake, Dylan oder gleich zur Stimme ihrer Generation ausgerufen. Nicht wenige sind längst wieder in der Versenkung verschwunden. Everett ist noch da. Und mit „Blinking Lights And Other Revelations“ liefert er nun ein Doppelalbum ab, an dem er bereits seit 1997 gearbeitet hat, zwischendurch immer wieder unterbrochen von anderen Platten, die er schneller fertig stellen konnte.

Damit wurzelt das Album in derselben Zeit wie das düstere 98er-Eels-Meisterwerk „Electro-Shock Blues“, mit dem Everett versucht hatte, den tragischen Tod seiner Mutter und Schwester zu verarbeiten. Auch das sechste Eels-Album ist kein Feuerwerk der guten Laune, aber die atmosphärisch dichten Songs versinken trotzdem nie in Selbstmitleid und Leidenspose. Sie scheinen trotz aller autobiografischen Nähe eher eine dokumentarische Distanz zu wahren, und auf CD #2 gibt es sogar ganz und gar positive Nummern: „Hey Man (Now You’re Really Living)“ ist mit seinen Shalala-Chören für Eels-Verhältnisse geradezu euphorisch. Musikalisch wurde der ohnehin aufgeräumte Sound der Eels noch weiter entschlackt. Gerockt wird fast gar nicht. Neben Akustikgitarren rücken dafür dezente Streicher, Klavier und beim kathartischen, gospelartigen „Son Of A Bitch“ sogar ein Saxophonsextett in den Vordergrund. Everett selbst sagt über „Blinking Lights And Other Revelations“, das Album handle von Gott und vom blauen Himmel nach einem fürchterlichen Sturm. Außerdem berichtet er, dass ihn die Arbeit daran mehrmals fast umgebracht habe. Das sollte man normalerweise für Promotion-Geschwätz halten, doch ich für meinen Teil will es glauben. Bestimmt nicht jedem. Aber ihm.



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  • User: kafkaktus
  • kafkaktus 25.04.2005 | 17:53:39

    endlich ist sie da. hab sie gerade eingelegt und bin bisher schwer begeistert. die platte ist weniger rauh als die beiden vorgänger. erinnert eher an "electro shock blues" oder "daysies...". es gibt wieder ein bisschen mehr gefrickel. und es ist wieder mal wunderbar traurig und an die stimme kommen sowieso nicht viele ran. wirklich ein meisterwerk

  • User: kafkaktus
  • kafkaktus 25.04.2005 | 18:14:00

    die letzten platten waren eher bluesig und schon rauher in der produktio, fand ich. beim weiteren hören hjetzt habe ich zumindest festgestellt, dass ähnliche lieder auch auf der neuen zu hören sind. die stimme ist natürlich rauh wie immer.
    hat sie denn sonst keiner bisher gehört?

  • john_lemon 26.04.2005 | 11:02:28

    diese platte ist besser als shootenanny und souljacker zusammen mal zehn. endlich!!! ich hatte schon angst, er hat es verlernt. das ist der e den ich liebe.

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