Moneybrother
»To Die Alone«
[Burning Heart / SPV / VÖ: 07.03.2005 ]
Text:
Jasmin Lütz,
Jasmin Lütz
Eine attraktive Schwedenbombe, mit der es sich gut auf den Sommer warten lässt. Moneybrother a.k.a. Anders Wendin verkürzt hiermit die kalte Jahreszeit – an seiner Seite (neben der Band) schmerzhafte Rock’n’Roll-Dramen. Der erste Akt ›They’re Building Walls Around Us‹ schlägt sofort in die ergrauten Körper, und das Liebesbarometer steigt, ohne dass der Pollenflug dieser Tage schon komplett eingesetzt hätte. Super-Soul-Arsch-Rock-Bombe. Dabei trägt er einen traurigen Kopf auf den Schultern, der so herzzerreißend über Einsamkeit und Liebeskummer sinniert, dass es selbst den kältesten Eisblock zum Schmelzen bringt. Mit »I pray the rain won’t fall« predigt er in ›Blow Him Back Into My Arms‹ gar Gott an, und man selbst fleht ja insgeheim schon seit Beginn der Fastenzeit nur still: »Bitte nimm mich in den Arm!« Mit Moneybrother war 2004 ein neuer Hype geboren, auch wenn die massenhafte Lobhudelei oft nicht mehr zu ertragen war.
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