Patrick Wolf
»Wind In The Wires«
[Tomlab / Hausmusik / VÖ: 21.02.2005 ]
Text:
Jens Friebe,
Jens Friebe
Patrick Wolf ist nun wirklich jemand, dem man gerne im Dunkeln begegnen möchte. Er ist ein wunderschönes, blasses, gut frisiertes Wunderkind mit Talent wie Heu, einer Stimme wie Zucker und Sahne sowie einer flauschigen Aura. Auch die überkandidelte Selbstinszenierung als Werwolf auf seinem Debüt ›Lycanthropie‹ tat der Niedlichkeit keinen Abbruch, sondern kam gut rüber als ›Ginger Snaps‹- oder ›Teen Wolf‹-mäßige Metapher für pubertären Körper-Clinch (»I was once a boy / Till I cut my penis off / And I grew a hairy skull / Of stubborn fire«). Dem Krieg gegen die eigene Körperlichkeit entsprach in der Musik der Krieg zwischen verschiedenen ästhetischen Ansätzen.
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aus Intro #125 (März 2005)
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