BEWERTEN
 

Danko Jones

»The Magical World Of Rock«

[Bad Taste / Indigo / VÖ: 17.11.2004 ]

Text: Alexandra Welsch, Alexandra Welsch

Rock’n’Roll ist Magie. Das ist klar und seit jeher die Botschaft von Danko Jones, Kopf, Sänger und Gitarrist des gleichnamigen Trios aus Kanada. Wer das Energiebündel schon mal auf der Bühne erlebt hat, weiß: Rock’n’Roll ist in seinem Fall auch Manie. Dass der fast religiöse Züge trägt, offenbart die Bergpredigt, die er live immer wieder abzuhalten pflegt. Leider ist sie stets dieselbe. Nun reiht sich der Musik-Messias in die Tradition predigender Punksänger wie Jello Biafra oder Henry Rollins und legt noch ein Spoken-Word-Album drauf – ein mutiges Unterfangen, weil man da ja auch was zu sagen haben sollte. Das hat Jones auch.

Doch sein munteres 70-Minuten-Drauflosplaudern in Ich-bin-einer-von-euch-Manier über Begegnungen mit Ozzy Osbourne, professionelles Musikhören (»Listen to the hole song until it’s over!«) oder von ihm verehrte Bands (Kyuss tauchen da überproportional oft auf) dreht sich bei allen Geschichtenerzähler-Fähigkeiten eben immer um die gleiche Achse. Schön ist seine leidenschaftliche Huldigung Solomon Burkes in der Story ›The Godfather Of Rock’n’Soul‹. Und dass er sich alles in allem dann doch nicht allzu ernst nimmt und klar macht: Rock’n’Roll ist auch Humor. Amen.



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