Ricardo Villalobos
»Thé Au Harem D’Archimède«
Text:
arno raffeiner,
arno raffeiner
Nach dem Erfolg von ›Alcachofa‹, die wohl die einflussreichste Techno-Platte des Jahres 2003 genannt werden darf, schiebt Ricardo Villalobos nun wie spielend einen zweiten Longplayer hinterher und entspricht damit im 12-Inch-genormten Releasezirkus fast schon gängigen Popstandards von einem Album pro Jahr. Ebenso kultiviert er, seinem Status als Innovator durchaus entsprechend und angemessen, die selbstbewusste Haltung eines Popstars, dessen Werke den autonomen Ausdruck einer Künstlerpersönlichkeit darstellen – eine Tradition, gegen die Maschinenmusik ursprünglich mal angekämpft hatte, die aber natürlich als Anspruch an das Albumformat auch im Techno schon länger eine Rolle spielt.
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