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Roni Size

»Return To V«

[V-Recordings / Full Cycle / Rough Trade / VÖ: 07.12.2004 ]

Text: Moritz Sauer, Moritz Sauer

Von null auf hundert startet Roni Size auf seinem neuen Album los. Als ob es nichts zu verlieren gälte, lässt der Mann seine gewohnt roughen Tracks und Basslines erst einmal vom Stapel, bevor er später souliger und kurzzeitig smoother wird. Und nach einem kurzen Intro rollen und sägen die Basslines und powern die Beats. »It’s partytime when we got nasty, it’s partytime when we got dirty!« Dabei umarmt Roni Size vergangene Jungle-Vibes, verpasst ihnen ein frisches Gesicht, bricht den Flow, wo er kann, und schiebt, schiebt, schiebt. Gleichzeitig webt er die 18 (!) Vokalisten ein, die ihn bei seinem Drum’n’Bass-Statement unterstützen.

›Return To V‹, das ist typisch Roni Size und atmet seine für ihn eigene Ästhetik. Simple Basslines, raschelnde und immer ein wenig schleifende Beats. Leicht paranoid und böse blinzelt dann auch immer so eine leichte Dissonanz, die schon auf ›Reprazent‹ und dem Breakbeat-Era-Album vertreten war. Und wie wir es von ihm gewohnt sind, werden auch wieder Verknüpfungen mit HipHop wie z. B. in ›Problems‹ und Soul wie in ›Want Your Body‹ hergestellt. ›Return To V‹ ist ein schweres, physisches Album, das abwechslungsreich und mit vielen Nuancen glänzt, also mal nachfragen, wie es dazu kam: Wie weit hatte der Claim »Grime« Einfluss auf dich und deine neuen Produktionen? Was hältst du überhaupt von dem Stil? Also, dieser so genannte Grime hatte keinen Einfluss auf meine Produktion. Aber ich glaube schon, dass dieser Sound gerade das Teenager-Sein auf der Straße widerspiegelt. Auf dem neuen Album arbeitest du auf 18 Tracks mit 18 verschiedenen Künstlern. War es schwer, jeden Einzelnen für dein Projekt zu überzeugen? Keiner musste überzeugt werden. Ich bin aber tatsächlich sehr glücklich, dass so viele talentierte Musiker und Vokalisten Lust darauf hatten, mit mir zusammen zu arbeiten. Der Albumtitel kann ja auch gelesen werden als »Return Tough«. Und besitzt dabei einen sehr düsteren Jungle-Flavour. Bist du dir dessen bewusst? Exakt. Das bin ich, so fühle ich mich in diesem Moment. Wenn du das als dunkel und jungle empfindest, dann solltest du dich mehr auf die soulfullen Elemente konzentrieren. Dass jemand wie Jocelyn Brown auch nur irgendwas Düsteres verbreitet, ist einfach komplett unmöglich.



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