BEWERTEN
 

Talib Kweli

»The Beautiful Struggle«

[Rawkus / Universal / VÖ: 27.09.2004 ]

Text: Dirk Mönkemöller, Dirk Mönkemöller

»It’s mostly the voice«, heißt es so schön. Und das traf auf die Black Star Crew ganz besonders zu: Das gemeinsame Ding von Talib Kweli und Mos Def vereinte nicht nur zwei vorzügliche MCs, sondern auch zwei herausstechende Stimmen – und machte das damals noch frische Rawkus-Label sofort zu einem Favoriten. Früh gingen die zwei Vorzeige-Consciousness-Rapper jedoch ihren eigenen Weg. Mos Def (siehe auch Review in dieser Ausgabe) führte dieser u. a. nach Hollywood. Talib Kweli blieb stets ein wenig im Schatten seines Ex-Partners. Trotz Reflection Eternal (mit DJ Hi-Tek) und einem Soloalbum. Doch nun nimmt der MC aus Brooklyn noch mal die Zügel in die Hand und lässt die Peitsche knallen.

Auf ›The Beautiful Struggle‹ vereint er sämtliche Elemente der modernen HipHop-Welt: den von den Neptunes produzierten Club-Smasher (und man wird nicht müde, diesen Sound zu hören, wie machen die das bloß?), die gefühlvolle Soulhymne im Jiggy-Beat (mit Faith Evans), den Hit-Produzenten-Hit (von KanYe West mit Mary J. Blige) und allgemein eine große Spannweite an Beats, Stimmungen und Gästen (inkl. The-Police-Sample à la Puff Daddy, nur nicht ganz so schmierig). Ein großes Ärgernis allerdings ist der Song ›We Got The Beat‹, der von einem sterilen Metal-Gitarren-Riff verhunzt wird und beweist: Nicht nur Rocker verstehen oft nichts von HipHop, auch HipHopper verstehen selten was von Rock. Bis auf diesen Ausrutscher ein angenehmes Album.



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