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Solex

»The Laughing Stock Of Indie Rock«

[Discmeister / Cargo / VÖ: 13.09.2007 ]

Text: Sonja Eismann, Sonja Eismann

Solex ersamplet sich nach wie vor den LoFi-Rock und bemüht dabei immer noch den gleichen Zauberkniff: die unerschrockene Vereinigung vermeintlicher Genre-Antagonismen. Denn ›The Laughing Stock Of Indie Rock‹, das nicht mehr bei ihrer alten Labelheimat Matador erscheint, sondern auf Discmeister, ist so wenig mit einer irgendwie gearteten »digitalen Ästhetik« kompatibel, dass der proklamierte Sampling-Ansatz Solex-Newcomer verwirren dürfte. Trash-rockiger und mellower als die Vorgängerwerke der Amsterdamerin, die zwischendurch auch mal ein Stück für 25 Mobiltelefone komponiert hat, dominiert auf dem Album mit dem ziemlich lustigen Titel ein langsamer Garagen-Vibe, der gerne auch mal in 60ies Surf-Styles und Blues-Schemata abdriftet.

Elisabeth Esselink a.k.a. Solex singt dazu ihre abgründigen, unpolierten Vocals und wird von der brummigen Stimme eines verrückten Australiers unterstützt, der ihr eine A-cappella-Version des ›White Album‹ über den Ozean schickte. Eingestreutes Bienensummen, Autohupen und Kinderkeyboard-Gequake unterstreichen den Part in Solex’ Musik, auf den Rock so oft verzichtet: Witz.



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