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Mos Def

»The New Danger«

[Geffen / Universal / VÖ: 18.10.2004 ]

Text: Uwe Buschmann, Uwe Buschmann
[6 Kommentare]

Eine ganze Weile sah es so aus, als würde Mos Def dem gemeinen HipHop-Hörer für alle Zeiten verloren gegangen zu sein. Nach seinem sensationellen Debüt-Album „Black On Both Sides“ ließ er seine Fans ca. drei Millionen Jahre auf den Nachfolger warten. Es gab zwar diverse Gastauftritte (unter anderen völlig überraschend auf dem Comeback-Album des weißen Pop-Philosophen Scritti Politti oder zu letzt bei KaYne West) und ein paar Soundtrackbeiträge - aber zu mehr schien es nicht zu reichen. Außerdem hielt sich ziemlich lange das böse Gerücht, dass Mos Def dem HipHop abgeschworen hätte und mit einer Rockband an einer neuen musikalischen Zukunft basteln würde.

Verbürgt und versiegelt sind hingegen seine Taten als ernstzunehmender Schauspieler in Hollywood. In den letzten Jahren brachte er es auf sage und schreibe 29 Auftritte in TV- und Kinofilmen. Sein größter Erfolg war mit Sicherheit seine Rolle neben Halle Berry im oscar-prämierten „Monster’s Ball“. Neuestes Filmprojekt ist eine Komödie an der Seite von Drew Barrymore. Doch jetzt liegt endlich sein Album-Zweitling vor. Und – unter uns und Gottseidank - hat sein Rock-Projekt nur auf einen Song seinen dröhnenden Niederschlag gefunden. Schließlich will ich nicht zurück zu „Bodycount“. Der Rest seiner Tracks knüpft glücklicherweise genau da an, wo er vor Jahren aufhörte und uns dürstend zurück ließ. Mos Def reimend und singend über 11 dope Tracks. Mal auf den Spuren von Marvin Gaye, mal auf denen von Martin Scorseses Blues-Projekts (›Boogie Man Song‹). Oder einfach mal nur als der beste Rapper der Welt. Irgendwo zwischen der Hit-Single ›Sunshine‹ (produziert vom wie immer gnadenlos guten KaYne West) und Kiffer-Diddeldaddel-Songs wie ›Zimzallabin‹ endet so eines der besten HipHop-Alben der letzten Jahre.



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  • karibikbanks 06.12.2004 | 20:05:23

    Uwe Buschmann geht mir auf die Eier! Immer wieder darf der Typ Rezis schreiben, obwohl weltweit nicht einem Legastheniker verschlossen bleibt, dass er es einfach nicht kann! Schickt Uwe zum Kaffeekochen!
    Wieso wird - nicht nur bei Uwe, scheint also eine Intro-Krankheit zu sein, um Platz zu füllen - immer wieder mehr als die Hälfte des Platzes einer Rezi für biographische Belanglosigkeiten verschwendet? Wenn Du über Mos Defs Leben schreiben willst, dann mach ein Feature (oder darfst Du noch keine schreiben?)! In einer Plattenkritik würde ich nämlich auch gerne was über die Platte lesen!
    Die nächste Frage: Hat sich Uwe die Songs aus dem Netz gezogen? Wieso schreibt er von 11 Songs? Es sind 18 auf dem Album, und die knüpfen auch gar nicht an frühere Mos Def-Werke an, wie uns der Uwe weismachen will.
    Vielmehr hat Mos Def dem modernen HipHop tatsächlich den Rücken gekehrt und ein egomanes, exzentrisches Album aufgenommen, dass sich keineswegs so einfach verarbeiten lässt.
    Aber vielleicht kennt der Uwe die alten Mos Def-Sachen gar nicht. Oder er hat das neue Album einfach nicht gehört. Vielleicht ist er ein Ohr-Legastheniker.

  • User: Fogg
  • Fogg 29.04.2005 | 10:51:27

    schwach, sehr schwach und sehr traurig. "11 dope Tracks" sind das auf keinen Fall, 3-4 Highlights, der Rest möchtegern-experimentieren und lahme, sehr lahm Beats.
    Mos Def, versuchs doch noch einmal. aber richtig. for real.

  • babysu 29.04.2005 | 10:54:06

    ich finde das mos def album sooo derbe!!!

    vielleicht ein wenig zu upper-class-nyc-hiphop-mässig, aber auf jeden fall ganz weit vorne.
    mos def hat es, wie eigentlich immer, geschaft sich weiter zu entwickeln.

    zu black star zeiten hat er tolle sachen gemacht, aber auch das neue album reflektiert denau das, was damals so toll war. ein bestimmtes lebensgefühl, das mit dem alter sich auch verändert, aber immer noch genau das besondere an ihm wiederspiegelt.

    ich find das mos def album z.b. auch besser als das talib album, genau aus dem grund, das mos def sich weiterentwickelt hat. falls man die album überhaupt vergleichen kann.

  • Chimpie 29.04.2005 | 11:18:49
    "DA!"
    Kiffer-diddel-daddel-Songs?

    Also erstmal dicken Respekt an karibikbanks! Das tut immer wieder Not die heiligen Rezi-Schreiber blosszustellen. Nicht weil man Spaß dran hat.. sondern um aufzudecken, dass da manchmal Leute schreiben, die sich in dem betreffenden Genre nicht / oder nur wenig auskennen!

    Ich kenne das Mos Def-Album noch nicht, bin jedoch recht gespannt.

  • User: phlegmatics
  • phlegmatics 29.04.2005 | 11:54:54

    modern marvel wohl einer der besten songs der letzten jahre. klasse album

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