Feist
Let It Die
[Polydor / Universal / VÖ: 22.11.2005 ]
Text:
Christian Wessels,
Christian Wessels
Die Produktionen, denen Leslie Feist schon ihre Stimme geliehen hat, könnten stilistisch kaum vielfältiger sein. In der jüngeren Vergangenheit zählt sie zwei Songs mit Kings Of Convenience, einen mit Mocky und eine Koop mit Jane Birkin auf der Habenseite. Ergänzt wird ihre eindrucksvolle Diskografie noch durch das in Deutschland erst frisch veröffentlichte Broken-Social-Scene-Album ›You Forgot It In People‹ und ihre Beteiligung an Peaches’ Durchbruch ›The Teaches Of Peaches‹. Auf ›Let It Die‹ bildet die gebürtige Kanadierin das ab, was sie ausmacht: die Schönheit ihrer Stimme und die Fähigkeit, diese auch zu nutzen. Leslie Feist vereint Sades Lässigkeit und Jeff Buckleys Hingabe in einer Klarheit, die Norah Jones klingen lässt wie ein kreuzunglückliches Karaokeopfer.
Luftige, Folkjazz-swingende Arrangements – in Szene gesetzt von Berlino-Kanadier Gonzales und Manu-Chao-Produzent Renauld Letang – erlauben der 28-Jährigen, unangestrengt zu glänzen. Zwischen sparsamen Gitarren-Pickings, hopsenden Bässen, Orgel-Schnipseln und Bläser-Einwürfen versprüht sie nichts anderes als Wärme. Nicht durch Vokal-Aktionismus, sondern durch diskret vorgetragene Brillanz. Die schimmert durch. Vom ersten bis zum letzten Ton, in jeder Facette, vom getragenen ›Lonely Lonely‹ bis zur Bee-Gees-Coverversion ›Inside And Out‹.Artikel kommentieren
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