BEWERTEN
 

BJ Cole

»Trouble In Paradise«

[Cooking Vinyl / Indigo / VÖ 12.07.]

Text: Pascal Blum, Pascal Blum

Pfui, Pedal Steel. Setzt dieses komische Instrument endlich auf die schwarze Liste. Und genauso bitte schnöde Allstar-Alben wie dieses hier, die getreu dem klugen Kalenderspruch, dass zu viele Flocken das Müsli verderben, nur Premium-Qualität vorgaukeln, um ein paar im Vergleich zum sonstigen Output der Leute nicht konkurrenzfähige Tracks unter die Leute zu bringen (siehe U.N.K.L.E). Der Fußhebler BJ Cole hat sich für ›Trouble In Paradise‹ mit der Mo-Wax-Größe Luke Vibert zusammen eingeschlossen (wie schon bei ›Stop The Panic‹) und Bent, Groove Armada, Kumo und Alabama 3 dazugeholt – sonst eigentlich eher dafür bekannt, soulige Fusion-Tracks zu veröffentlichen.

Seele hat das hier aber mal gar nicht, sondern es wird maßlos und gefällig zusammengemischt, was eigentlich schon solo proto-unerträglich ist: doofe Asian- und Latin-World-Beats, cheesy Saxofone, penetrante Pedal Steel, läppische Slide-Gitarren etc. Reicht das? Nicht? Noch ein Beispiel: ›East Of Eden‹, die Koop mit Kumo, klingt wie Beat-Abfall von Talvin Singh, dem zu allem Übel noch ein String-Potpourri aus Cello, irgendeiner chinesischen Geige und natürlich der Steel-Guitar aufgesetzt wurde. Und was das Schlussstück ›Elle Sait Ou Elle Va‹ mit Fisher-Price-Beat und französischem Vocoder-Gesäusel soll, wurde mir auch nicht klar.



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