BEWERTEN
 

Katy Rose

»Because I Can«

[V2 / Rough Trade / VÖ: 07.06.2004 ]

Text: Barbara Streidl, Barbara Streidl

So wie bei der allüberall gelobten Joss Stone ist es auch bei Katy Rose: Lauscht man ihrer Platte, kommt man dabei auf alle möglichen Ideen – aber nicht auf die, der Musik eines 17-jährigen blonden Teenagers zu lauschen. ›Because I Can‹ erinnert eher an PJ Harvey oder Alanis Morissette. Katy Rose kommt aus L.A., singt Zeilen wie »I need to take a shower when I look at you / Ya sting and hurt like a bad tattoo« (›Overdrive‹) und hat am selben Tag Geburtstag wie Mozart. Sie ist in dem Haus aufgewachsen, in dem die Fernsehserie ›Mr. Ed‹ (mit dem sprechenden Pferd Mr. Ed) gedreht wurde. Ihre beiden Eltern sind Musiker, Papa Kim Bullard hat jedes Stück auf Katys Album mitgeschrieben und es produziert.

Vielleicht steht Katy deswegen auf Gitarrenwände und -riffs (und träumt davon, dass ihre Lieder eines Tages in der Liste der besten Gitarrenriffs des britischen Total Guitar Magazines neben ›Layla‹ und ›Walk This Way‹ auftauchen). Die Gitarrenstücke von Papa und Tochter, ›Overdrive‹ oder ›I Like‹, sind auch wirklich ordentlich, die Synthie-Strings-Stücke mit Beckengewitter wie z. B. ›Enchanted‹ muss man dagegen nicht so oft hören. Was als Nächstes tun? Vielleicht sollte Katy Rose mal mit den Donnas zum Trinken gehen und alle anstehenden Milkshake-Verabredungen mit Avril Lavigne im Keim ersticken (obwohl Avril ja eigentlich arg oft voll sein soll). Und auf jeden Fall den Papa künftig bei der Mama zu Hause lassen.



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