The Beta Band
»Heroes To Zeros«
[Regal / Labels / Emi / VÖ: 26.04.2004 ]
Text:
Markus von Schwerin,
Markus von Schwerin
[4 Kommentare]
Die Beta Band hat es in der Vergangenheit nicht sonderlich geschätzt, wenn man sie auf Vorbilder festnageln wollte. Zu Recht, denn die Musik, die sie seit rund sieben Jahren produzieren, unterscheidet sich grundlegend von den beflissen-ehrfürchtigen Sixties-Kopien, mit denen Großbritannien immer noch überschüttet wird. Was die vier Schotten, die sich nach ihrer London-Episode wieder für ein Leben an der Küste entschieden haben, jedoch mit den oft zitierten Pop-Göttern neben den Anfangsbuchstaben eint, ist die Fähigkeit, ein ideenreiches Werk zu erschaffen, das auch nach dem x-ten Hördurchlauf spannend bleibt. Dabei muss einmal mehr das Hohelied auf die vereinfachte Aufnahmetechnik des 21.
Noch drei Fragen an die Beta Band, beantwortet von John Mclean (keys, sampling) und Rich Greentree (b):
Einige der neuen Stücke wie die Single ›Assessment‹ nehmen Bezug auf weltpolitische Veränderungen. War es eure Absicht, in euren Texten fortan konkreter zu werden?
R: Wenn es da ein politisches Moment herauszuhören gibt, dann bezieht sich das aber eher auf so eine allgemeine Dringlichkeit, die wir spüren und wiedergeben. Es gibt sicher bei uns keine konkreten Texte über die neue Weltherrschaft. J: Steve setzt sich nie hin und schreibt am Stück einen Song und nur über ein Thema.
Auf vielen Stücken kommen gleich zwei Schlagzeuge zum Einsatz. Dieser Tribal-Sound war ja vor über zwanzig Jahren das Markenzeichen von Adam & The Ants.
R: Schöne Unterstellung. Das war ja auch die Lieblingsband unseres Sängers. Vor allem, als Steve jünger war, war er absoluter Fan. Heute noch trägt er diese zu kurze weiße Jacke mit den Buttons.
An welches frühe Pop-Erlebnis könnt ihr euch am lebhaftesten erinnern?
J: ›Pass The Dutchie‹ von Musical Youth mit riesigen Kopfhörern über den Plattenspieler meiner Eltern zu hören. Und dabei zu versuchen, den Text genau zu verstehen.
R: Ich habe alte Damen schockiert, die zu uns zu Besuch kamen, indem ich in Sirenenlautstärke das Intro von The Moves ›Fire Brigade‹ aufdrehte. Aber meine erste Platte war ›Cool For Cats‹ von Squeeze.
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Kommentare
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carty 29.04.2004 | 21:10:00
gefällt mir mit jedem hören besser. finde sogar so langsam, dass es ihr angenehmstes album ist. für die anderen brauchte man immer die stimmung dafür. insgesamt eine ziemlich runde sache. schön!!
hayes 29.04.2004 | 21:15:30
kann mich dieser meinung anschließen.
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