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Beauty Pill

»The Unsustainable Lifestyle«

[Dischord / Southern / Efa / VÖ 1.3.]

Text: Christian Steinbrink, Christian Steinbrink
[3 Kommentare]

Eigentlich freut sich der geneigte Konsument ja immer über Ankündigungen von neuen Dischord-Releases, auch wenn lange nicht alle Veröffentlichungen dieses äußerst crediblen Labels echte Kracher waren. Aber man hofft ja immer wieder auf neue Acts, die sich in die Riege solcher Überflieger wie Fugazi oder Minor Threat einfügen, eben den puren dynamischen und energiegeladenen Wahnsinn, für den Dischord stehen wie kein zweites Label. Bei Beauty Pill ist es aber so, dass die Gemeinsamkeiten mit den Heldenbands viel weniger in der Musik zu suchen sind als in der Herkunft aus Washington D.C. Sie sind aus der Band Smart Went Crazy hervorgegangen, die vor einigen Jahren im selben Umfeld mit schwierigen Artrock-Aufnahmen ihr Unwesen trieb.

›The Unsustainable ...‹ dagegen ist eine Platte, die sich viel mehr in Popkoordinaten bewegt, zwischen späten New Order, frühen Sea And Cake und der guten Singer/Songwriter-Musik, um nur einige Einflüsse zu nennen. Ihre außergewöhnliche Variabilität, unterstrichen durch sowohl männliche als auch weibliche Gesangsstimmen, wird es der Band schwer machen, mit einem für die Rezeption oftmals nötigen einprägsamen Sound assoziiert zu werden. Nichtsdestotrotz macht ihr Album viel Spaß. Außerdem ist das Artwork der Platte mal richtig schön aufgemacht mit einigen hübschen Grafiken vom Schlagzeuger Ryan Nelson. Übrigens erinnern mich die fünf auf ihren Pressefotos frappierend an die mordende Intellektuellen-Hausgemeinschaft in Stacy Titles ›Last Supper‹. Ein Tor, der Böses dabei denkt.



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  • buenaventura 25.03.2004 | 18:56:01
    hashomer
    in der tat, der sound ist an den
    raendern etwas
    patchworkmaessig, aber
    eigentlich nicht mal richtig
    ausgefranst. bisweilen klingt es
    nach mehr als einer band, aber
    wie heisst es in den liner notes-
    waehrend der aufnahmen des
    albums sei die eine band
    gestorben, eine andere neue an
    deren stelle getreten. die
    singer-songwriter-seite der
    retro-new-wave schiene. sehr
    schoen.

  • buenaventura 25.03.2004 | 19:18:45
    hashomer
    warum steht denn jetzt hier nicht mehr der titel des albums, wie noch auf der review-seite? naja.

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