The Veils
»The Runaway Found«
[Rough Trade / Sanctuary / Zomba / VÖ: 16.02.2004 ]
Text:
Christian Wessels,
Christian Wessels
[11 Kommentare]
Finn Andrews hatte bereits drei Jahre auf der Bühne eines neuseeländischen Folk-Clubs verbracht, als er sich im zarten Alter von 17 Jahren nach London aufmachte, um eine Band zu finden, mit der er seine Songs vertonen könnte. Schon bald, im Dezember 2001, begannen er und seine neuen Weggefährten an den Arbeiten zum Debütalbum. Zwei Jahre und diverse juristische Scharmützel später erscheint ›The Runaway Found‹ nun in Geoff Travis’ Namen. Ein stimmungsvolles Picking eröffnet den Opener ›The Leavers Dance‹, Andrews’ emphatische Stimme macht sich breit. Im Song, im Kopf. Gitarren werden geschichtet, umspielen sich und die fantastische Hook, ergänzen einander in großartiger Manier, bilden Sehnsucht ab.
Bzw. ihr drei Fragen stellen:
Frage: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Bernard Butler?
Antwort: He just came to a gig and said hello, we were looking for a producer to finish the album at the time so it was very good timing on his part. We’ve very similar taste and I believe him to be one of the best producers in the world at the moment.
Frage: Was war das Heißeste, was euch auf der Tour mit Cooper Temple Clause passiert ist?
Antwort: Our drummer dressed up as a choir boy and sang ›Mad About The Boy‹ with the audience. He doesn’t drink anymore.
Frage: Seid ihr nicht zu vielschichtig für eine The-Band? Nie daran gedacht, den Artikel einzusparen?
Antwort: The The is just part of a very proud tradition as far as I’m concerned, it is very theatrical and if it’s good enough for The Velvet Underground it’s damn well good enough for me.
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Jaz 07.02.2004 | 22:50:38
selten eine rezension gelesen, die so daneben liegt, wie die hier.
mal abgesehen vom etwas diffusen anfang (was für juristische scharmützel ? wer ist geoff travis ?) scheint mir der autor die scheibe morgens auf dem weg zur arbeit gehört zu haben oder so.
der seltsamste punkt vorweg: will wie jeff buckley klingen ? schon mal jeff buckley gehört ?? eher nicht, ansonsten kann ich diesen vergleich beim besten willen nicht nachvollziehen.
wenn überhaupt erinnert der gesang eher an die stereophonics.
immerhin, ja, the leavers dance _ist_ eine hmyne und ja, the tide that left & never came back ist ein etwas mauer 2. titel, aber allein der song lavinia tut schon alles das, was der autor der ganzen platte abspricht, er "schubst die seele"
und wie man den grandiosen rocker more heat than light so einfach überhören kann, ist mir rätselhaft.
talk down the girl ist wieder etwas ruhiger, hält aber die intensität und findet finn andrews in seinem stärksten gesang.
was man aber auch zugeben muß, und das mag vielleicht das sein, was den auto störte, danach fällt die platte erstmal stark ab.
guiding light geht noch, fällt mit seinen knapp 3 minuten aber kaum auf.
nowhere man und & one of us must go hat was von besserer kneipenkapelle. 2 songs ohne gesicht, reichlich enttäuschend.
allerdings sind das nur 2 songs, die abfallen, denn danach besinnt sich mr. andrews wieder auf das, was ihn stark macht: seine stimme, spannend aufgebaute songs (naja, in "rockpop-strukturen" jedenfalls)
vicious traditions baut sich leise auf finns stimme und einer schwebenden gitarren-melodie auf, geht nach 2 minuten in einen beat über und rockt dann noch mal kurz hymnisch ab um dann wieder leise auszufaden. für mich vielleicht der höhepunkt des albums.
der letzte song, wires to flying birds, erinnert zu anfang mit dem piano-spiel an coldplay, streicher gesellen sich hintergründig dazu, das ganze bleibt still und fast folk rock-artig, ein sehr schöner abschluß.
the veils sind keine rebellen, sie erfinden den rock nicht neu, sie haben mit anderen "the" bands nur das "the" gemein, aber sie haben bis auf die beiden ausfälle eine sehr abwechslungsreiche und starke platte gemacht, die in meinen jahrescharts sicherlich unter den top 100 landen wird.
TheloniousMonk80 08.02.2004 | 01:49:55
Auf der letzten Rolling Stone CD war ein Song von denen. Der war mit Abstand der beste der CD. Wirklich klasse, Muss das Album mal anhören...
Schlüter Zwei 08.02.2004 | 11:12:10
Geoff Travis ist doch der Mann hinter dem Rough Trade-Label, oder? Und ich gehe mit dem Autor eher d'accord, wäre wahrscheinlich noch weniger wohlwollend bei der Veils-Platte...
TheOasisDe 08.02.2004 | 12:23:25
best new act
teamsleep 16.02.2004 | 14:03:55
ganz im ernst, ich kann mir nicht vorstellen, dass du dieses album wirklich gehört hast. ich höre es die letzten tage überall wo ich mich gerade aufhalte, zu hause, im auto,etc...meiner meinung nach einer der besten platten des letzten jahres..mit the verve hat die platte weniger zu tun,vom gesang erinnert finn andrews eher an den sänger von the coral,was sicherlich nichts schlechtes zu bedeuten hat...resumé: hör dir die platte nochmal in ruhe an..
lamb 16.02.2004 | 14:15:28
schreibt
auf dem album sind schon ein paar sehr gute stücke drauf. lavinia, vicious traditions the wild son (hallo ela ;-), usw. . da kann aber noch viel mehr kommen - bin ich mir sicher.
carpi 26.02.2004 | 13:13:06
Großartig - gelungene Abwechslung zwischen schrubbigen und langsameren Songs. 'Lavinia' ist das schönste Lied, das ich seit langem gehört habe. Hoffentlich touren die nochmal.
creation 26.02.2004 | 14:52:50
Fortunist
@carpi:
Die März-Daten:
01 Indra Hamburg Germany
02 Magnet Berlin Germany
03 Gebäude 9 Cologne Germany
04 Atomic Café Munich Germany
hayes 26.02.2004 | 15:01:50
@creation
danke für die daten, hätte ich ja glatt verpaßt ! und dann auch noch zusammen mit the fiery furnaces - juhu !
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